Samstag, 4. Dezember 2010
Burgunderbluse
Julie Heierli schreibt 1928 in ihrem dritten Band der "Volkstrachten der Schweiz": Hirtenhemden waren nicht alleiniges Kleidungsstück der Sennen, sondern der Älpler überhaupt. Seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Hirtenhemden durch das "Fueterhemd" verdrängt. Dieses, aus grauem Futterstoff angefertigt, ist weit weniger schön, doch, weil leichter, angenehmer zu tragen und vorteilhafter, da es weniger der Wäsche bedarf. Der ihm gleichende aus Frankreich einziehende "Burgunder" aus festem meist blauem Zwilch bildete sich in Nidwalden zur typischen Tracht aus. Heute ist der ehemalige Fuhrmannskittel das sehr beliebte Alltags-Ausgangskleid vieler Bauern und Älpler (siehe Abbildung). Um Hals und Handbrisli, um den Brustschlitz und auf den Achselnähten sind meist weisse Zierstiche angebracht. Der Burgunder wird auch heute als sommerliches Ferien-Kleidungsstück für Stadtbuben angefertigt.
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